Heimatverein

Geschichte des Heimatvereins Netpherland e.V.

Gegründet wurde der gemeinnützige Verein vor mehr als vierzig Jahren am 26.02. 1971. Er ist der älteste Heimatverein des Netpherlandes und hat sich in den Anfängen vor allem mit der Erforschung der Geschichte des gesamten Netpherlandes beschäftigt. Gründungsmitglieder haben sich bei den Ausgrabungen beteiligt. Ein Teil dieser Funde ist jetzt im Bereich „Vor- und Frühgeschichte“ des Heimatmuseums ausgestellt. Heute bemüht sich der Heimatverein ganz allgemein um die Bewahrung von regionalgeschichtlichen Kulturgütern. Hierzu zählen Pflege des Volksliedes, der Siegerländer Mundart, heimatkundliche  Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge und Fahrten. Die Zeitschrift „Blick ins Netpherland“, hat in über fünfzig Ausgaben interessante Einzelthemen abgehandelt und Chroniken aller Ortsteile von Netphen festgehalten.

Laut Auszug der Satzung verfolgt der Heimatverein ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke wie die Bewahrung und der Schutz heimatlicher Kulturgüter, die Pflege und Förderung des Heimatbewusstseins, die Pflege und Überlieferung heimatlichen Brauchtums, der Mundart und der Volkskunst sowie die Unterstützung heimatkundlicher Arbeit.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch Pflege von heimatlichen Sammlungen im Heimatmuseum, Durchführung von heimatlichen Kulturveranstaltungen, Ausstellungen und geschichtlichen Vorträgen sowie die Erhaltung von Denkmälern.

Die Ziele führten  bereits am 27. 10.1974 zur Eröffnung  der Heimatstube mit Heimatmuseum in der alten Schule von Grissenbach und am 25.06.1978 der Eröffnung der Heimatstube im alten Netpher Amtshaus Lahnstraße 47. Nach dem Um- und Anbau wurde am 25.02. 1994 das Heimatmuseum in der Lahnstraße 47 eröffnet. Seit Ende 2011 wird das Heimatmuseum auch an Werktagen nur noch vom Heimatverein betreut, wobei auch Sonderführungen durch Vereinsmitglieder vereinbart und durchgeführt werden.

Schwerpunkte des Heimatmuseums sind die Ausgrabungen und Steinzeitfunde aus den 60er Jahren,
die Ausgrabungen und Gräberfunde aus der vorrömischen Eisenzeit in Deuz, Erforschung der Burggraben Walburg vermutlich aus der Karolingerzeit (Modell steht im Museum), Forschung nach Schmelzöfen der Latenezeit mit etwa hundert  Schlackehalden sowie die neuesten Ausgrabungen Dr.Zeiler, Universität Bochum im März 2011. Weiterhin zählen hierzu die Erforschung der Graf Gerlachs Burg, des Kreuzbergs, der Kirchen, der Petersplatz Kapelle und Mühlen.
Das Heimatmuseum besitzt umfangreiche Sammlungen aus den Gebieten Stadtgeschichte, Landwirtschaft, Handwerk, Verkehrswesen, bekannter Persönlichkeiten wie der Heimatdichterinnen Katarina Diez und Ihrer Schwester Elisabeth Grube sowie des Heimatmalers Georg Heimann.

Der Heimatverein beteiligte sich am Tag des offenen Denkmals, dem Tag des offenen Museums, Siegtal Pur, den Ferienspielen mit Kinderflohmarkt und Aktionstagen für Kinder und Schüler.
Der Verein  hat Sonderhefte und Bücher herausgebracht mit den Titeln : „Unsere Eisenbahn im Netpherland“, „Unvergessene Handarbeitstechniken“, „Ostergedichte und Ostergeschichten“, „Kleider machen Leute“, „Die Mittelmeer Division im 1. Weltkrieg“, „Österliche Symbole und Bräuche im Netpherland“, „1. Motor Omnibus“, Jüdische Bürger im Netpherland“, „Netphen eine junge Stadt mit alter Geschichte“, „100 Jahre Georg Heimann“, „Spuren alter Wege im Netpherland“,  „Wegekreuze und Heiligenhäuschen im Netpherland“, „Burgen, Schlösser und Klöster“, Künstlerpostkarten von Georg Heimann.